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Kreidlers GEMA-Mix -product placement- kostenlos downloaden auf DooLoad.de

September 23, 2008

Dieser Mann hat unbestritten ein Stück Musikgeschichte geschrieben!

Über die GEMA-Aktion von Johannes Kreidler hatten wir ja bereits vergangene Woche berichtet. Mit einem Lastwagen brachte der Künstler seine GEMA-Anmeldung für das Werk ‚product placement‘ mit 70200 Einzelnachweisen für jedes darin verwendete Zitat am 12.09.2008 um 11 Uhr zur GEMA-Generaldirektion in Berlin und sorgte für jede Menge Schlagzeilen in der Presse. Jetzt könnt ihr das Original-Audio-File exklusiv auf Dooload.de kostenlos herunterladen.

Hier geht’s zum Profil von Johannes Kreidler und zu seinem Werk ‚product placement‘.

Wir heißen den Komponisten ganz herzlich als eines unserer neuesten Mitglieder der DooLoad-Community willkommen und sind gespannt, was er sich für die Zukunft einfallen lässt!

DooLoad auf der GEMA-Aktion von Johannes Kreidler

September 16, 2008

Freitag, 12. September 2008, 11:00 Uhr, Berlin Wittenbergplatz:
Ein kleines Stück Musikgeschichte wird geschrieben, welches bei vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Der Komponist Johannes Kreidler statuierte ein Exempel: Mit einem Kleinlaster brachte er vergangenen Freitag die Anmeldeformulare für sein Werk ‚product placement‘, ein 33-sekündiges Audio-File, welches er aus 70.200 Fremdwerken zusammengeschnitten hatte, zur GEMA.

Zahlreiche Aktivisten und Journalisten hatten sich vor der Bezirksgeneraldirektion der GEMA Berlin versammelt, um mit Kreidler und den Vertretern der GEMA über die Missstände der Institution zu diskutieren.

Auf der anschließenden Pressekonferenz wurde ganz klar deutlich, was Kreidler, wie auch die Mehrzahl der Anwesenden forderten: In Zeiten des Web 2.0 müsse nicht nur das Anmeldeverfahren dem digitalen Zeitalter angepasst werden, sondern es müssten endlich Wege gefunden werden, wie Künstler trotz GEMA-Mitgliedschaft kreativ und unabhängig handeln können. Die beiden wesentlichsten Punkte nahmen hier wohl die werkbasierte Anmeldung bei der GEMA (bislang ist es nur möglich alle bisherigen und künftigen Werke bei der GEMA anzumelden) und die Unterscheidung zwischen kommerzieller und nicht-kommerziellen Nutzung durch andere (bisher findet lediglich eine Unterscheidung von Seiten der GEMA in öffentliche und private Nutzung statt) ein. Auch das Thema Creative Commons war wichtiger Bestandteil der Diskussion, wobei hier die GEMA direkt einräumte, dass diesbezüglich ein Kompromiss nicht zur Debatte stehe.

Wir sind gespannt, was Kreidlers Aktion bewirken konnte und welche Aktivitäten von Seiten der GEMA langfristig eingeleitet werden. Sicher ist bereits schon eins: Direkter und kreativer hätte man auf die bestehenden Missstände wohl kaum aufmerksam machen können.