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GEMA sucht Alternative zum PRO-Verfahren

September 30, 2010
Hamburg – Die GEMA sucht nach einer Alternative zum PRO-Verfahren. Das erklärte am Samstag Aufsichtsratsmitglied Christian Wilckens auf dem Reeperbahn Campus. Im Foyer des Schmidt-Theaters diskutierten Wilckens und sein Kollege Burkhard Brozat, ebenfalls im Aufsichtsrat der GEMA, mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann über die GEMA-Petitionen und ihre Folgen.
Während sich die GEMA auf dem all2gethernow-Kongress noch einer politischen Diskussion verweigerte, war es den Campus-Veranstaltern und „Musikmarkt“ gelungen, sie in Hamburg von der Notwendigkeit eines solchen Dialogs zu überzeugen. Im Mittelpunkt standen die Petitionen von Veranstalterin Monika Bestle, Komponist Wieland Harms und DRMV-Sprecher Ole Seelenmeyer. Connemann warf der GEMA erneut vor, nicht auf die berechtigte Kritik zu reagieren. „Bitte geben Sie uns dafür etwas Zeit“, erbat sich Komponist Brozat. Wilckens sprach im Zusammenhang mit den Petitionen von GEMA-Bashing.

Moderator Lothar Scholz, Berlin-Korrespondent von „Musikmarkt & Musikmarkt LIVE!“, griff einzelne Kritikpunkte aus den Petitionen wie mangelnde Transparenz, undemokratische Strukturen und ungerechtes Verteilungssystem heraus. Während Wilckens und Brozat erwartungsgemäß die GEMA für transparent hielten, hatte Connemann ihre Zweifel und sprach von nicht verständlichen GEMA-Abrechnungen. Der Moderator gab zu bedenken, ob ein System, das so komplex wie die GEMA ist, überhaupt transparent sein könne. Wer will, könne die GEMA verstehen, war Wilckens überzeugt.

Auf die Frage, warum sich nicht hinreichend belegen lässt, dass das Solidarprinzip greife und tatsächlich von oben nach unten verteilt wird, gab es keine Erklärung. Wilckens warf Seelenmeyer, der vom Gegenteil ausgeht, nur vor, nicht mit ihm gesprochen zu haben. Connemann fragte, warum das PRO-Verfahren – mit ihm werden die Erträge von Veranstaltungen mit Live-Musik verteilt – nicht wie vom Bundesgerichtshof gefordert, zur Abstimmung gestellt wird. Der BGH hatte 2005 in einer Leitsatzentscheidung erklärt, dass das Vorgehen der GEMA, das Verfahren nur durch Vorstand und Aufsichtsrat einzuführen und nicht in der Satzung zu regeln, bedenklich sei.

Scholz fragte nach, warum über einzelne Stellschrauben im PRO-Verfahren abgestimmt werde, aber nicht über das Verfahren als solches. Wilckens erwiderte, dass es bislang eben keine Alternative zum PRO-Verfahren gebe. Es werde aber nach einer gesucht. Das Verfahren wurde 1998 eingeführt, da hätte längst eine Alternative gefunden werden können, warf Connemann ein. Am Ende der Diskussion wünschte sich Wilckens, dass sich Gitta Connemann weiterhin für die Urheber einsetzen möge. Weniger diplomatisch und fast wie eine Drohung klangen die abschließenden Worte Connemanns: „Setzen Sie die Handlungsempfehlungen um und zwingen Sie uns nicht zum politischen Handeln!“

Quelle: musikmarkt.de

SO KLINGT BERLIN 2009 – DIE Fakten, DER Contest

März 6, 2009

Unter dem Motto ‚Entwicklungshilfe‘ geht SO KLINGT BERLIN 2009 in eine neue Runde:

Ab dem 2. März bis zum 1. Mai können sich Bands und Künstler für das diesjährige Festival bewerben, das parallel zum großen SO KLINGT BERLIN-Musikkongress zwischen Ende Juli und Anfang September in Berlin stattfindet.

Aus allen Genres wählt das SO KLINGT BERLIN-Team jeweils bis zu acht Acts aus, die sich dem Online-Voting stellen werden. Aus diesem Voting gehen je vier Bands hervor, die dann im Juli/August 2009 auf der Bühne des Berliner Maschinenhauses zeigen dürfen, was sie können.
Das Publikum sowie eine fachkompetente Jury aus der Musik- und Medienlandschaft entscheiden bei diesen Vorrunden-‚Stages‘, wer am 12. September 2009 im Kesselhaus der Kulturbrauerei auf der großen ‚Finale-Stage‘ performen darf. Darüber hinaus wartet auf die Gewinner unter anderem ein umfangreiches Promotion-Paket.

Den Bewerbungsbogen und die Kriterien findet Ihr auf der Homepage.

Exklusiv über DooLoad.de wird ein Slot auf dem Finale im Kesselhaus vergeben, nach den Gewinnerbands wird die gewinnende Band oder der gewinnende Künstler dann vor dem Headliner des Abends spielen. Noch ist nicht sicher, wer es wird, aber Ihr könnt Euch sicher sein, dass es krachen wird!

Wer diese Chance nutzen will, sollte dem Bandcontestbereich in Zukunft einen regelmäßigen Besuch abstatten, wir werden Euch aber nochmal informieren, wenn der soKLINGTberlin meets Dooload.de Contest an den Start geht!

Über SO KLINGT BERLIN
2009 hat sich das Team zur Aufgabe gemacht, ‚Entwicklungshilfe‘ für die kränkelnde Musikindustrie zu leisten.

Das Hauptaugenmerk liegt auf einem kommunikativen Kongress, bei dem junge, innovative Köpfe und eingefleischte Profis der Musikindustrie zusammen an neuen Konzepten für einen Ausweg aus der industriellen Sackgasse feilen. Denn das Team ist der Meinung:

Jede Krise bietet die Chance auf einen erfolgreichen Neuanfang.

Deshalb war es nie wichtiger als heute, vielversprechenden Visionären ein Ohr zu schenken und sie mit praxiserfahrenen ‚Professionals‘ zusammen zu bringen.

Parallel zum Kongress findet ein mehrwöchiges Festival statt, auf dem junge Bands und Künstler zeigen, was sie können.

Das Organisations-Team von SO KLINGT BERLIN setzt sich aus jungen, ambitionierten Studenten zusammen, die sich ehrenamtlich für die Planung, Organisation und Durchführung des Kongresses und Festivals verantwortlich zeigen. Die Veranstaltungsreihe jährt sich nun bereits zum vierten Mal.